| Uran | Dieser Text beschreibt Uran. Der untere Text beinhaltet die Uran Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Uran Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Uran fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Uran möglichst ausführlich zu halten.
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Uran ArtikelUran ist ein chemisches Element in dem Periodensystem der Elemente mit dem Symbol U und der Ordnungszahl 92.
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Uran kommt in drei Modifikationen vor: alpha-Uran bei Temperaturen unter
688 °C), beta-Uran in dem Temperaturbereich zwischen 688 und 776 °C und gamma-Uran in dem Temperaturbereich zwischen 776 °C und seinem Schmelzpunkt.
Uran ist ein schweres, silber-weißes Metall, welches in fein verteiltem Zustand selbstentzündlich ist.
Es ist etwas weicher als Stahl und wird in fein verteilter Form von kaltem Wasser angegriffen. Die meisten Säuren lösen Uran auf, während es von Alkalien nicht angegriffen wird.
An der Luft überzieht sich das Metall mit einer Oxidschicht.
Uran ist giftig und – aufgrund seiner großen Halbwertszeit – ca. schwach radioaktiv.
Das Uranisotop 235U wird in Atomkraftwerken zur Energiegewinnung genutzt, das Isotop 238U wird teilweise in Brutreaktoren eingesetzt, um Plutonium herzustellen.
Das Isotop 235U kommt in ca. kleiner Konzentration (etwa 0,72 %) in dem natürlichen Uran vor, und wird durch Anreicherung aufkonzentriert.
Die übrigbleibende Fraktion wird auch abgereichertes Uran genannt. Uran-235 ist neben Plutonium der wichtigste Spaltstoff für den Bau der Atombombe.
Aufgrund seiner hohen Dichte wird abgereichertes Uran (depleted uran, DU) in einigen Ländern in Abschirmblechen in der Atomindustrie eingesetzt. In einem Flugzeugmodell des Herstellers Boeing wurde es wegen der hohen Dichte als Gegengewicht in dem Heck eingesetzt.
Einige Staaten (zum Beispiel Vereinigte Staaten Amerika, Russische Förderation) nutzen es auch als Projektilkernmaterial für panzerbrechende Munition (Uranmunition). In dem großen Umfang wurde die DU-Munition erstmalig in den beiden Irak-Kriegen 1990 und 2003 und in dem Kosovo-Krieg 1999 seitens der Vereinigte Staaten Amerika zu dem Einsatz gebracht. Dementsprechend weisen diese Länder derzeitig viele Fundorte verschossener DU-Munition auf.
Abgereichertes Uran wird in amerikanischen Panzern (z.B. M1 Abrams) als Panzerung eingesetzt. Es handelt sich um eine Sandwichpanzerung mit einer Schicht Uran zwischen zwei Schichten Panzerstahl.
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Uran wurde 1789 von dem deutschen in Berlin lebenden Chemie-Professor und Apotheker Martin Heinrich Klaproth (1743 bis 1817) aus dem Mineral Pechblende isoliert.
Es ist nachdem Planeten Uranus benannt, der acht Jahre zuvor (1781) durch Friedrich Wilhelm Herschel (1738 bis 1822) entdeckt worden war. Am 24.09 1789 gab er die Entdeckung in einer Ansprache vor der Preußischen Akademie der Wissenschaften bekannt. Zuerst wurde seine Entdeckung 'Uranit' genannt, und 1790 wurde es in "Uranium" umbenannt. Klaproth hatte seine Entdeckung beim Analysieren des Erzes aus der Joachimsthal-Mine "George Wachsfort" zu Johanngeorgenstadt in Böhmen (heute Jachymov in Tschechien) gewonnen. Er behandelte das Erz mit Säure und erwärmete es stark. Das Ergebnis bestand in einem schwarzen Pulver, das er "Uran" nannte.
Klaproth hatte tatsächlich ein neues Element identifiziert, aber was er gewonnen hatte, war nicht das Element Uran selber, sondern ein Oxid. Erst fünzig Jahre später in dem Jahre 1841 gelang es dem Franzosen Eugène Peligot , reines Uranmetall zu gewinnen.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Uran zusammen mit anderen Mineralien in Joachimsthal sowie einigen Minen in Cornwall, England, gewonnen.
Abgesehen vom Wert, den es für Chemiker hatte, wurde Uran in dem ganzen 19. Jahrhundert ca. zu dem Färben von Glas und Keramik benutzt. Uranverbindungen wurden eingesetzt, um Vasen und Dekorationsstücken aus Glas eine gelbgrüne Farbe zu geben. Glashersteller aus Joachimsthal benutzten diese Technik bereits 1826. Keramische Glasuren von Orange bis leuchtend Rot wurden für Geschirr bis hin zu dem architektonischen Beiwerk benutzt.
Dass Uran radioaktiv ist, wurde 1896 zuerst von Henri Becquerel entdeckt, der die volle Tragweite seiner Entdeckung jedoch nicht erkannte. Eine seiner Schülerinnen interpretierte seine Ergebnisse jedoch richtig und gab dem neuen Phänomen den Namen "Radioaktivität". Die Schülerin hieß Marie Curie.
Zusammen mit ihrem Mann, Pierre Curie, entdeckte sie 1898 ein weiteres neues Element, das Radium.
Buch-Tipp: Die Entdeckung der Currywurst. Tolle Novelle! Dies war mein erster Uwe Timm. Inzwischen hab ich alle seine Bücher (bis auf die Kinderbücher) gelesen, teilweise sogar verschlungen. Und jetzt zu dem zweiten Mal "Die Entdeckung der Currywurst" gelesen. Mir hat's beide Male sehr gut gefallen weil die Geschichte realistisch und die Biographie der Lena Brücker spannend ist. Außerdem... |
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In Osten Deutschlands wurde Uran in dem Erzgebirge (Schlema, Schneeberg), Sächsischen Schweiz (Königstein), Dresden (Coschütz-Gittersee ) und in Ostthüringen ( Ronneburg) durch die SDAG Wismut als Pechblende abgebaut.
Die Lagerstätten sind in der Zwischenzeit wegen Unwirtschaftlichkeit geschlossen. Umfangreiche Vorkommen gibt es in Australien, Kasachstan, Kanada, Südafrika, Brasilien, Namibia, Russland und den Vereinigte Staaten Amerika.
Drei Viertel des abgebauten Urans stammt aus Kanada. Der Uranabbau führt zu schweren Schäden bei Mensch und Umwelt. Hunderte Menschen starben bereits an den Folgen wie Krebs oder brachten missgebildete Kinder zur Welt.
Davon betroffen sind insbesondere indigene Völker. Diesen blieb meist ca. das unwirtlichste Land, das die Kolonialisten am ehesten entbehren konnten, so zu dem Beispiel in den Vereinigte Staaten Amerika und in Kanada. Meist verbergen sich gerade in diesen Gebieten Bodenschätze in großen Mengen, wie zu dem Beispiel Uran.
Uran kommt auch in dem normalen Erdboden als Spurenelement vor. Die US-Amerikanische Agency for Toxic Substances and Disease Registry (ATSDR) schätzt, daß sich in den obersten 33cm Erdboden einer Fläche von einer Quardratmeile Land ungefähr 4 Tonnen Uran befinden. Dies entspricht etwa einem halben Teelöffel Uran in einer typischen LKW-Ladung Erdboden.
Buch-Tipp: Die Entdeckung der Langsamkeit. Entdeckung der Langsamkeit ist ein treffender Titel zu einer sich lohnenden
Entdeckung.
Jetzt schafft es das Buch nicht ganz zu meinen absoluten
Favoriten. Darum "nur" 4 Sterne. Aber was heißt das schon?
Es ist besser geschrieben und gehaltvoller als das meiste
was das Jahr über z. B. in der Spiegel Bestsellerliste auftaucht.
Ich hatte keine... |
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| Stabilste Isotope
|
| iso
| NH
| Halbwertszeit
| DM
| DE MeV
| DP
|
| 233U
| {syn.}
| 1,592 · 105 a | Alpha
| 4,909 | 229Th
|
| 234U
| 0,0055 %
| 2,455 · 105 a
| Alpha
| 4,859
| 230Th
|
| 235U
| 0,72 %
| 7,038 · 108 a
| Alpha
| 4,679
| 231Th
|
| (235m U)
| {syn.}
| ~25 min
| IT
| < 1 |
|
| 236U
| {syn.}
| 2,342 · 107 a | Alpha
| 4,572 | 232Th
|
| (236m U)
| {syn.}
| 121 ns
| SF (0,013 %)
| < 1 |
|
| (236m U)
| {syn.}
| 120 ns
| IT (87 %)
SF (13 %)
Alpha (< 10 %)
| 2,750
7,322 |
232Th
|
| 237U
| {syn.}
| 6,75 d | Beta
| 0,519 | 237Np
|
| 238U
| 99,27 %
| 4,468 · 109 a
| Alpha
| 4,270
| 234Th
|
|
SI-Einheiten & Standardbedingungen werden benutzt, sofern nicht anders erwähnt.
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Uran kommt in der Natur hauptsächlich in zwei Isotopen vor, U-238 (99,27 %) und U-235 (0,72 %). Mit angereichertem Uran wird Uran genannt, dessen Anteil an (mit thermischen Neutronen spaltbarem) U-235 gegenüber dem (mit thermischen Neutronen nicht spaltbarem) U-238 durch Anreicherung erhöht wurde. Schwach angereichtertes Uran (etwa 2-4 Prozent U-235) wird in Kernkraftwerken, hoch angereichertes (typisch > 80 Prozent U-235) zur Herstellung von Atombomben benutzt.
Wissenschaftlich formuliert finden sich in natürlichem Uran ca. die Isotope 234U, 235U und 238U. Wegen seiner relativ kurzen Halbwertszeit ist 234U ca. in Spuren vorhanden, liefert aber einen großen Beitrag zur Radioaktivität. Es entsteht aus 238U 234Th 234Pa 234U.
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